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Luftaufnahme von Wellen
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Über Träume und Ziele...

  • Autorenbild: The Diving Biologist
    The Diving Biologist
  • 15. Aug. 2022
  • 5 Min. Lesezeit

Jeder von uns hat Träume. Träume wie alles einmal sein soll, Träume wie die Zukunft wird, Träume die unbedingt erreicht werden müssen! Wir träumen von schönen Reisen, von einem perfekten Job, dem tollen Zuhause, von den ganzen Dingen, die wir noch erleben wollen. Träume können ganz klein sein. Man träumt von neuer Ausrüstung, dem nächsten Tauchspot oder dem leckeren Essen von dem neuen Restaurant. Diese Träume nenne ich die 'einfachen Träume'. Es braucht nicht viel sie zu realisieren und es gibt noch viel weniger was uns davon abhalten würde.

Dann gibt es noch die großen Träume. Eine Weltreise, die Universität in einer fremden Stadt, das große Abenteuer was man schon immer erleben wollte. Das sind die 'schweren Träume'. Auch sie sind in der Regel genauso realisierbar wie die leichten Träume, aber es gibt mehr Dinge, die uns eventuell abhalten.

Eine Weltreise zum Beispiel ist im Prinzip nicht schwer. Man geht arbeiten, spart sich ein (Start-)Kapital zusammen und überlegt sich wo es hingehen soll. So weit, so gut. Den Traum einer großen Reise hegen wohl viele in uns, aber warum gehen ihm so wenige nach?

Nun ja, erstens ist Geld beiseite legen leichter gesagt als getan. Aber Geld ist nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor, warum Träume scheitern. Wenn man es will, findet man Lösungen, auch wenn diese unterschiedlich schwer sein können.

Im Prinzip gilt der Spruch 'man findet eine Lösung, wenn man es wirklich will' in jeder Lebenssituation. Wenn man keine Lösung findet, dann, naja, will man es vielleicht eigentlich doch nicht. Oder viel mehr, man will den Traum nicht Realität werden lassen.

Das ist nämlich der eigentliche Knackpunkt bei dem ganzen Thema.

Träume sind super! Träume sind schön. Sie motivieren uns und lassen uns aus dem Alltag entfliehen. Wir brauchen Träume. Sobald wir aber beschließen einen Traum wahr werden zu lassen ist er genau das eben nicht mehr. Er wird zur Wahrheit. Wenn man Träume lebt, dann sind sie keine Träume mehr, sondern knallharte Realität. Und das macht es so beängstigend.


Die Realität beinhaltet alles, was wir beim träumen so fröhlich ignorieren können, und zwar die Auswirkungen unserer Taten. Auf eine große Reise zu gehen, heißt nämlich alle Menschen zurück zu lassen, die nicht mitkommen. Für manche Beziehungen heißt das das Ende, da sie nur funktionieren, weil man da war. Das ist eine Realität, die man vielleicht auch ganz gerne ignoriert. Wenn man geht, muss man sich vielen unbekannten Situatione stellen und reizt seine Grenzen immer weiter aus. Das kann beängstigend sein, wenn man sich nicht öfter in neuen Situationen befindet. Aber vor allem stellt man sich einer großen Frage; ist der Traum wirklich so schön, wie man es sich vorstellt? Die Erfahrung sagt; nein. Die Realität ist immer anders als der Traum. Weniger perfekt, weniger reibungslos und mit mehr Schwierigkeiten behaftet. Aber genau das ist es was die Realität im Endeffekt so viel besser macht als jeden Traum. Etwas wirklich zu erleben, zu spüren, zu schmecken, übertrifft jede Fantasie. Es wird wahrscheinlich anders sein als gedacht, aber das macht es doch auch so schön.


Ich selbst habe schon immer von einer großen Reisen nach meinem Abitur geträumt. Irgendwann stand genau das vor der Tür und es war Zeit den ersten Flug zu buchen. Unterbewusst drängte ich diesen Schritt immer weiter von mir Weg. Kümmerte mich um Dinge die 'wichtiger' waren. Bis es eines Tages doch so weit war. Klick, klick und der Flug war gekauft. Und plötzlich veränderte sich mein Traum. Er bestand nicht mehr nur aus tollen Bildern, schönen Erlebnissen und neuen Begegnungen, sonder jetzt kamen auch die Sorgen mit ins Spiel. Was ist wenn ich mich alleine fühle? Was wenn es mir gar nicht gefällt? Was wenn ich hier etwas verliere, wenn ich gehe?

Aber zur jeden Sorge gab es eine Antwort. Wenn ich mich alleine fühle, suche ich mir Leute, telefoniere mit den liebsten oder besuche Bekanntschaften. Wenn es mir nicht gefällt, gehe ich woanders hin, oder komme wieder nach Hause. Und wenn ich etwas verlieren nur weil ich gehe, dann hat es mir nie gehört.


Jetzt stehe ich vor ähnlichen Träumen, die langsam anfangen Realität zu werden. Der Bachelor ist bald geschafft und der Master steht vor der Tür. Und den am liebsten im Ausland. Und wieder stehe ich vor den gleichen Sorgen. Wie schaffe ich das finanziell? Werde ich alleine sein? Wird es mir gefallen? Werde ich etwas verlieren?

Und wieder kenne ich die Antworten. Und vor allem kenne ich die schlimmste Konzequenz, wenn ich es nicht tun sollte. Mein großer Traum wird nie über sich selbst hinauswachsen und real werden, wenn ich es nicht tue. Und das ist viel schlimmer als jede Sorge. Wenn man weiß, dass man es schaffen kann und es trotzdem nicht macht, muss man damit leben, sich selbst verleugnet zu haben.


Für meinen Traum muss ich viel tun, und mich plagt die Angst nicht gut genug zu sein. Aber das werde ich geflissentlich und mit gutem Gewissen einfach ausblenden. Jeder von uns ist gut genug für seinen Traum. Wären wir es nicht, würden wir nicht davon träumen, denn in jedem Traum schwingt Realität mit, die wir nicht verleugnen können.


Das Einzige, was man wirklich braucht, um einen Traum zu realisieren, ist Mut. Und davon jede Menge. Es ist nicht leicht, doch die Belohnung könnte nicht schöner sein.


Also Freunde, seid mutig, seid tapfer und gebt niemals auf. Gebt euch euren Sorgen nicht geschlagen, manipuliert euch nicht selbst um Ziele zu verfehlen. Seid euch und euren Träumen und Zielen treu. Realisiert sie, es ist gar nicht so schwer, wenn man den Mut hat den Weg zu gehen. Das was euch erwartet, wird euch auf eine Art und Weise belohnen und berreichern, wie es ein Traum nie tun könnte.


Ich bin hier auf meiner ersten meeresbiologischen Exkursion und mein Herz schlägt höher bei jeder Vorlesung, jedem Feldversuch und jeder Projektarbeit. Jede Arbeit ist für mich ein wahr gewordener Traum und das ist unglaublich schön. Es ist aber auch schwer, weil ich jetzt merke, dass ich meinen Traum des Auslandsmasters wirklich verwirklichen muss. Ich weiß jetzt, dass es für mich nichts vergleichbares geben wird, und das bedeutet den Konsequenzen meiner Taten in die Augen blicken zu müssen.


Nun ja, mir bleibt keine Wahl. Jede Alternative ist für mich nur mein verlorener Traum, und wer möchte schon seine Träume verlieren? Ich zumindest nicht.

Also stelle ich mich allem was auf mich zukommen wird und berichte euch hier. Von meinem Fehlern und Eindrücken, von meinen Erfahrungen und neuen Zielen.


Ich freue mich, wenn ihr mich auf dieser Reise begleitet und hoffe, dass ich euch so eure ersten Schritte auf eurem Weg etwas erleichtern kann.


Auf zu den Träumen, es gibt keine Grund zu warten!

Eure Diving Biologist.

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